Wie wir rösten — ein Blick in die Trommel

Viele stellen sich das Rösten als großes Geheimnis vor. Ist es aber nicht. Es
ist Handwerk: gute Bohnen, ein wenig Geduld und die Bereitschaft, genau
hinzuhören und hinzuschauen. Wir nehmen dich heute einmal mit zu einem Rösttag
bei uns.
Es beginnt mit dem Rohkaffee
Bevor irgendetwas duftet, steht die Auswahl. Roher Kaffee sieht unscheinbar aus
— grüne, etwas grasige Bohnen. Wir kaufen ihn in Säcken und prüfen jede Lieferung:
Wie riecht der Rohkaffee, wie sehen die Bohnen aus, sind viele Fehlbohnen dabei?
Was hier nicht passt, kann auch das beste Rösten später nicht mehr retten.
Aufheizen und Einfüllen
Unsere Trommel braucht eine Weile, bis sie warm genug ist. Erst wenn die richtige
Einfülltemperatur erreicht ist, kommen die grünen Bohnen hinein. Im ersten Moment
fällt die Temperatur ab, dann fängt die Trommel an, die Bohnen langsam wieder zu
erwärmen. Dieser Verlauf — wie schnell es wie warm wird — entscheidet später über
den Geschmack.
Der erste Knack
Nach einigen Minuten passiert etwas, auf das jeder Röster wartet: der „First
Crack“. Die Bohnen knacken hörbar, ähnlich wie Popcorn. Das ist der Punkt, an
dem aus erhitzten grünen Bohnen wirklich Kaffee wird. Ab hier zählt jede Sekunde.
Wer früher abbricht, bekommt einen helleren, säuerlicheren Kaffee; wer länger
röstet, bekommt mehr Körper, Schokolade und irgendwann auch Bitterkeit.
Der Moment des Ausräumens
Für unsere Bergmischung stoppen wir kurz nach dem ersten Knack — wir wollen
Ausgewogenheit, Nuss und feine Süße. Beim Espresso lassen wir die Bohnen etwas
länger, dunkler und runder. Ist der Punkt erreicht, räumen wir die heißen Bohnen
schnell in den Kühlsieb und rühren, bis sie abgekühlt sind. Würden sie in der
Trommel bleiben, würden sie nachrösten.
Warum kleine Mengen?
Wir rösten lieber öfter kleine Chargen als selten große. So bleibt der Kaffee
frisch, wir können schneller nachbessern, wenn eine Sorte noch nicht ganz sitzt,
und es geht nichts in einem riesigen Lager unter. Frisch gerösteter Kaffee
schmeckt einfach besser — und genau das ist der ganze Grund, warum wir das hier
machen.
Wenn du einmal selbst ausprobieren willst, wie unterschiedlich Röstungen
schmecken: Nimm dir eine Tüte Bergmischung und eine Espresso und brüh sie an zwei
Tagen gleich auf. Du wirst den Unterschied sofort merken.
*Demo-Beitrag der Tagfalter-Shop-Demo. „Kupferfink Kaffeerösterei“ ist ein frei
erfundenes Musterunternehmen.*